Ein Beitrag von Br. MvSt Heinz Menninga

Mit einem feierlichen Festwochenende am 12. und 13. Juni 2026 begingen die Kitzinger Freimaurer das 100. Stiftungsfest der Loge Thekla eine Leuchte in Franken und würdigten damit ein Jahrhundert gelebter Brüderlichkeit, regionaler Verwurzelung und freimaurerischer Tradition.

Bereits der Empfang der angereisten Brüder mit ihren Schwestern am Vorabend im Hotel Leicht in Biebelried setzte einen würdigen Auftakt. In persönlichen Gesprächen, herzlicher Atmosphäre und freudigem Wiedersehen wurde die Verbundenheit innerhalb der Bruderschaft sichtbar, die dieses Jubiläum in besonderer Weise prägte.

Am 13. Juni 2026 wurden 79 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Tanzclub gegenüber dem Logenhaus in Kitzingen empfangen und bewirtet. Der Meister vom Stuhl der Loge Thekla, Heinz Menninga, begrüßte die Gäste zu einem Festtag, der sowohl den historischen Rang des Jubiläums als auch die lebendige Gegenwart der Kitzinger Freimaurerei eindrucksvoll zum Ausdruck brachte. Während für die Schwestern unter Leitung von Walter Vierrether, Zweiter Bürgermeister der Stadt Kitzingen, eine Stadtführung sowie der Besuch des Deutschen Fastnachtmuseums auf dem Programm standen, versammelten sich die Brüder zur feierlichen Tempelarbeit. Zu ihr waren hochrangige freimaurerische Gäste aus der gesamten Bundesrepublik angereist; auch Brüder aus der Türkei nahmen teil, darunter der Meister vom Stuhl der Loge Nikomedia in Izmit, sowie sein mitgereister Logenbruder. In der Tempelarbeit begrüßte Heinz Menninga insbesondere den Großmeister Peter Pulsfort aus Bremen, den Distriktmeister für Bayern, Dr. Volkmar Göbel aus Würzburg, dessen Vertreter sowie zahlreiche Altdistriktsmeister, Stuhlmeister befreundeter Logen und Altstuhlmeister aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre Anwesenheit unterstrich die hohe Wertschätzung, die der Kitzinger Loge Thekla entgegengebracht wird.

Einen besonderen Höhepunkt bildete die Übergabe der rekonstruierten Gründungsurkunde von 1926 durch den Großmeister an die Loge.

Im Anschluss an die Tempelarbeit knüpften die teilnehmenden Freimaurer an die Gründungstradition des Jahres 1926 an: Wie vor einhundert Jahren führte ihr gemeinsamer Weg am Mainufer entlang und durch die Stadt Kitzingen. Im Deutschen Fastnachtmuseum trafen sie mit den Schwestern zusammen und versammelten sich im unteren Festsaal. 

Mit den Ansprachen des Meisters vom Stuhl, des Zweiten Bürgermeisters der Stadt Kitzingen, des Großmeisters der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland sowie des Distriktmeisters Bayern wurde die Weiße Tafel feierlich eröffnet. Das reichhaltige Büfett fand großen Zuspruch und bot den passenden Rahmen für Austausch, Begegnung und festliche Gemeinschaft.

Zum Abschluss des Festes erhielten alle Gäste einen eigens zum Jubiläum abgefüllten Bocksbeutel mit dem Siegel der Loge Thekla. Die Brüder bekamen zudem das Buch
„Die Geschichte der Kitzinger Freimaurer“ überreicht – ein bleibendes Zeichen der Erinnerung an Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Loge.

Ein Jahr lang hatten die Kitzinger Freimaurer auf dieses besondere Ereignis hingearbeitet. Die positive Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war ein sichtbarer Dank für die sorgfältige Vorbereitung und das große Engagement aller Beteiligten.

Das 100. Stiftungsfest der Loge Thekla wird den Gästen in guter Erinnerung bleiben. Es zeigte eindrucksvoll, wie lebendig freimaurerische Tradition in Kitzingen geblieben ist – getragen von Brüderlichkeit, Geschichte und dem gemeinsamen Blick auf die Zukunft.